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Qualität,
die besteht |
Mittelschule |
Zusammenfassung der Projektbeschreibung des Projekts
Wahlspruch für das Projekt:
„Wenn du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht Männer zusammen,
um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten Aufgaben zu
vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die
Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer......“
(Antoine de Saint Exupéry)
Die Tatsache, schon seit über acht Jahren „ Bunte Klassen“ ,das sind Klassen mit Kindern aus vielen Nationen, geführt zu haben, bewogen mich erneut, nachzudenken, wie ich denn, gemeinsam mit meinen Schülerinnen und Schülern(...Integrationsklasse: Mitglieder sind Kinder mit Behinderungen und viele Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache aber auch Kinder mit hoher Begabung...),die Situation der Kinder in den verschiedenen Ländern aufzeigen kann.
Der Blickwinkel einer besonderen Betrachtungsweise der Gleichstellung von Knaben und Mädchen ist hiebei richtungsweisend ! Denn durch den Umgang mit Kindern aus verschiedenen Ländern und deren Familien ist mir bewusst geworden, wie sehr die Rolle des Mädchens und in weiterer Folge der Frau in verschiedenen Teilen der Welt noch zweitrangig ist.
Die Dringlichkeit, mit der man die Gleichberechtigung zwischen Mädchen und Burschen- in bezug auf Schulbildung und Menschenrechte gesehen- vorantreiben muss, ist enorm.
Und um in dieser Richtung einen Beitrag zu leisten, habe ich gemeinsam mit meinen SchülerInnen im September 2000 das Langzeitprojekt „Kinder- UNO“ gestartet...
Grundlegend ist die interkulturelle Erziehung sicher eine pädagogische Antwort auf die multikulturell gewordene Gesellschaft. Interkulturelle Erziehung richtet sich an alle, also an Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache ebenso wie an einheimische Buben und Mädchen.
Unter Anwendung neuer Informationstechnologien in der Praxis(...Arbeit mit Computer und Internet!) werden in einer Vernetzung innerhalb aller Unterrichtsfächer die Belange der Kinder dieser Welt aufgezeigt (...besonderer Schwerpunkt ist die Strukturierung: Knaben-Mädchen...) Durch intensive Kooperation mit Schülerinnen und Schülern in anderen Ländern entsteht eine humane Brücke zwischen den Jugendlichen der Welt...Dies merkte man sehr deutlich bei den bereits stattgefundenen Besuchen ungarischer und tschechischer SchülerInnen in unserer Schule in Wien-anlässlich der Begegnung dieser ausländischen Gäste mit den SchülerInnen der 2.b der MS Hörnesgasse !
Die Mädchen und Buben dieser Klasse sehen bereits in ihrem Alter (12 und 13 Jahre) eine Notwendigkeit, bei Fragestellungen von Menschenwürde und Menschenrechten in einen ernsthaften Dialog mit anderen Jugendlichen dieser Welt einzutreten.
Sie finden, dass sie als Interessensvertreter der Zukunft die Chance haben sollten, durch persönliche Begegnungen und durch die ständige Arbeit mit den neuen Informationstechnologien den Blick in die Welt zu wagen und so neue Freunde zu gewinnen. Sie wollen im Sinne einer Globalisierung weltweite Kontakte schließen und die Welt als Ganzes begreifen...
Sinnliches und soziales Erfahren (Kennenlernen der Gedanken des anderen- ein Wissen um Länder und Leute), spielerisches und schöpferisches Handeln ergeben zusammen- vor allem jenen ganzheitlichen Lernprozess, der eine neue, sinngebende Beziehungsfähigkeit unter den Kindern und Jugendlichen der Welt schafft...
Die inhaltlichen Ziele des Projekts „Kinder- UNO“ orientieren sich an den Inhalten der
UNO-Charta und an den Leitsätzen der UNESCO, in deren Präambel als Leitidee formuliert ist:
„...dass, da Kriege in den Köpfen der Menschen entstehen, auch
der Frieden in den Köpfen der Menschen befestigt werden muss...“
Wesentlich für die erfolgreiche Umsetzung des Projekts sind natürlich vielfältige Kontakte in alle Welt(...sie bestehen zum Großteil durch Privatinitiativen schon!) und eine straffe Projektorganisation.
Projektverlauf für das Langzeitprojekt:
Schuljahr 2000/2001 (1.Jahr):
Die Kontaktaufnahme mit den vielen Schulen der verschiedenen Länder stand im Vordergrund. Die Schülerinnen und Schüler sollten Brieffreundschaften schließen und so einander kennenlernen.
Die Ziele des Projekts „Kinder- UNO“ wurden diesen Schulen übermittelt.
Eine Vereinbarung einer zukünftigen Kooperation wurde vorgeschlagen.
Der mögliche Projektverlauf wurde inhaltlich abgeklärt.
Eine Kooperationsvereinbarung mit den Partnerschulen wurde getroffen ...
Schuljahr 2001/2002 ( 2.Jahr):
Hauptziel in diesem Schuljahr sind die Berichte der Kinder:
Welche Lebenssituation finden die Mädchen und Buben der einzelnen Länder in ihrer Heimat vor?
Wie ist die allgemeine Situation von Mann und Frau im jeweiligen Staat?
Welche Pflichtenverteilung gibt es innerhalb der Familien?
Die zusammengefassten Berichte der Kinder aus den verschiedenen Ländern werden an die Projektklasse in der MS Hörnesgasse gesandt. Durch gegenseitige e-Mails und Briefe entsteht ein reger interkultureller Informationsaustausch,d er im Rahmen des fächerübergreifenden Unterrichts pädagogisch und menschlich ausgewertet wird. Beziehungen wachsen, Freundschaften entstehen zwischen den Jugendlichen der Welt. Durch Schüleraustausch und persönliche Begegnungen mit Knaben und Mädchen aus Ungarn und Tschechien werden diese Beziehungen natürlich noch vertieft!
Schuljahr 2002/2003 ( 3.Jahr):
In diesem Schuljahr soll die spezielle Situation von Mädchen und Buben in den einzelnen Ländern beleuchtet werden, und zwar was Schule, Ausbildung und Berufschancen betrifft. Welche Bildungsmöglichkeiten haben Knaben bzw. Mädchen? Wie gestaltet sich ein möglicher Einstieg in den Beruf- insbesondere für Mädchen? Welche Chancen haben Mädchen überhaupt, einen Beruf zu ergreifen? Liegen die Berufschancen bei Knaben höher? Haben Mädchen gleiche Bildungschancen wie Knaben?
Der Austausch der zusammengefassten Berichte und der Briefe läuft wieder über das Netzwerk...
Schuljahr 2003/2004 ( 4.Jahr):
In diesem Schuljahr steht die Entwicklung eines gemeinsamen Buches im Vordergrund....
Titel des Buches: „Wenn Gleichheit Unterschiede hat...“
Untertitel: „Mädchen und Buben dieser Welt
sind immer noch nicht gleichviel wert...“
Projektabschluss im Mai/Juni 2004:
Es wäre das große Ziel der SchülerInnen, im Mai oder Juni 2004 das entstandene Buch unter Beisein von Vertretern der Projektstaaten in der Wiener UNO-City im Rahmen einer Feierstunde der Öffentlichkeit und den maßgeblichen Organen der UNO präsentieren zu dürfen...
Antonia Kolenz
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